28. Aug 2008
 

Corps in der Bundesrepublik Deutschland

Nach dem Krieg wurden in Westdeutschland und in Österreich ab etwa 1947 erste Versuche der Wiedergründung der Corps gemacht, bis 1950 hatten sie konkrete Formen angenommen, ab 1953 wurde die Mensur für straffrei erklärt. Die Corps an den Hochschulen auf dem Gebiet der DDR, der deutschen Ostgebiete und in Böhmen/Mähren verlegten ihren Standort nach Westdeutschland oder Österreich. Dabei fusionierten manche mit befreundeten Corps, um mehr Ressourcen für den Wiederaufbau zu haben.

Die baltischen Verbindungen, die an den Standorten Riga und Dorpat eine eigene Kultur entwickelt hatten, sich dabei jedoch immer dem Corpsstudententum verbunden fühlten, gründeten nach dem Kriege in Westdeutschland neue Corps in Göttingen und Hamburg, die innerhalb des KSCV bis heute ihre speziell baltischen Traditionen weiterführen.

Rudelsburg in Bad Kösen

Eine Krise erlebte der Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV) im Zuge der Veränderungen nach 1968. So wie in allen mensurschlagenden studentischen Verbänden wurde auch im KSCV diskutiert, ob man das Fechten aufgeben solle.

Nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 kehrten viele Corps wieder an ihre alten Standorte in die neuen Bundesländer zurück, ja es wurden sogar neue Standorte (Potsdam, Frankfurt an der Oder) für das Corpsstudententum erschlossen. Selbst das traditionelle alljährliche Treffen des KSCV auf der Rudelsburg in Bad Kösen findet wieder statt.
Weiter unzugänglich für das deutsche Verbindungswesen bleiben die Hochschulorte Königsberg, Breslau, Prag und Brünn.

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Im Alter bereut man vor allem die Sünden, die man nicht begangen hat.

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