Corps [französisch "Körper(schaft), Gesamtheit"] ist eine heute gebräuchliche Bezeichnung für eine besonders alte Form von Studentenverbindung.
Corps haben das Toleranzprinzip als Grundsatz. Deswegen kann jeder an einer Universität oder anderen Hochschule immatrikulierte männliche Student Corpsstudent werden, ungeachtet seiner ethnischen oder sozialen Herkunft, seiner Hautfarbe oder Religion. Dadurch unterscheiden sich die Corps von Verbindungen, die zum Beispiel nur Studenten deutscher Nationalität oder nur Mitglieder bestimmter religiöser Bekenntnisgruppen aufnehmen, wie zum Beispiel der CV oder der Wingolf. Corps sind gegen Radikalismus und Gewalt. Sie versuchen, sowohl tagespolitische Neutralität als auch parteipolitische Neutralität als Verband und Corps zu wahren.
Trotz allem Streben nach Neutralität legen die Corps großen Wert auf gesellschaftspolitisches Engagement des einzelnen Studenten. Nach corpsstudentischen Prinzipien sollte er sich eine ethischen Grundsätzen folgende Meinung bilden und sie engagiert - ohne Rücksicht auf zu erwartende vordergründige Nachteile - vertreten. Aufgrund dieser Kombination von Neutralität des Verbandes und Engagement des Einzelnen findet man immer wieder Corpsstudenten unter den führenden Köpfen der unterschiedlichsten politischen Gruppierungen, wobei sie durch ihre Einsatzbereitschaft nicht selten zu Opfern von fanatischen oder totalitären Gegnern werden.
Als älteste heute existierende Verbindungsform haben die Corps ein besonderes Traditionsbewusstsein und pflegen ein eher schlichtes Auftreten. Sie lehnen viele Gespreiztheiten und Manierismen des Verbindungsstudententums ab.
Corps sind traditionell pflichtschlagend. Ihre Mitglieder erhalten als äußeres Zeichen ihrer Mitgliedschaft das Corpsband oder die Corpsschleife.
Lesenswerte Artikel zum Thema Fechten gibt es auf swordhistory.com ("Warum wir fechten") sowie in der Wikipedia.
Im Alter bereut man vor allem die Sünden, die man nicht begangen hat.
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